150-jähriges Gründungsfest 2024

Bereits früh wurde in Vorstandschaft beschlossen, ein großes Fest zu unserem 150-jährigen Bestehen aufzuziehen. 

Daraufhin wurde zwei Jahre vor Festbeginn ein 16-köpfiger Festausschuss, bestehend aus Teilen der Vorstandschaft und aktiven Mannschaft, sowie der Fahnenmutter gegründet. Die erste offizielle Sitzung fand Ende Juli 2022 statt.

Es wurde ein Festprogramm über vier Tage ausgetüftelt. Am 30. Mai 2024, dem Fronleichnamsfeiertag erfolgte der Startschuss der Festtage. Zunächst tagte der Ausschuss nur gelegentlich, je näher das Fest aber rückte, desto häufiger wurde sich in diesem Gremium getroffen. Die vielen verschiedenen Vorbereitungsarbeiten wurden in über 20 Aufgabenbereiche eingeteilt, für welche einzelne Mitglieder des Festausschusses jeweils selbst verantwortlich waren. Hierbei wurden unzählige Stunden mit viel Mühe und Leidenschaft aufgebracht, um das Gelingen des Festes sicherzustellen.

Bereits am 14. Oktober 2023 erarbeiteten wir uns die Zustimmung unserer Patenfeuerwehr Windorf.  Am 20. April 2024 fuhren wir nach Windorf und konnten unseren Bürgermeister Franz Langer offiziell als Schirmherr gewinnen.

Weiterhin wurden unsere Festdamen samt Gefolge eingekleidet, das Gerätehaus renoviert, eine Festschrift erstellt und neben zahlriechen Plakaten und Bauzaunbanner auch unser Borgward-Oldtimer als rollendes Werbemobil auf Tour geschickt.

Als Festplatz wurde der Ausweichsportplatz in Otterskirchen gewählt, welcher sich bereits im Jahr zuvor als Festplatz beim 1. Hofmarkfest bewährt hatte. Am Samstag vorm Fest ging es dann mit dem Zeltaufbau los. Hier konnte man auf die Hilfe von 40 Helfern zählen. Aufgrund des erwarteten Regenwetters, wurde der Festplatz die folgenden Tage mit Hilfe von u.a. Hackschnitzel „regenfest“ gemacht.

Unter dem Motto „Zum Einsatz fertig“ wurden am 30. Mai die jungen original Oberkrainer, Tom und Basti sowie die Schmalzler nach Otterskirchen geholt. Diese sorgten für ordentlich Stimmung, außerdem sorgte der erste und letzte Auftritt unserer „Otterskirchner Feuerwehrkapelle“-bestehend aus Mitgliedern der eigenen Wehr und des Patenvereins- für Begeisterung.

Am Freitag heizten die „Dorfrocker“ unter dem Slogan „Dorfkind-Alarm“ dem gut besuchten Festzelt ordentlich ein, und es wurde eine große Zeltparty gefeiert.

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Der Samstag stand unter der Devise „Wasser marsch“, leider auch wettertechnisch. Erstmals richteten wir an diesem Tag das deutsche Jugendleistungsabzeichen aus. Hier stellten 340 Nachwuchs-Feuerwehrler aus Stadt und Landkreis in fünf Disziplinen über den ganzen Ortsbereich verteilt ihr Können unter Beweis. Auf eine gemeinsame Abschlussfeier wurde aufgrund des anhaltenden Regens leider verzichtet.  

Der geplante Kameradschaftsabend mit Festzug und Gedenkfeier am Gerätehaus fiel ebenfalls der Witterung zum Opfer und musste im Festzelt abgehalten werden. Hier wurde zusammen mit dem Patenverein aus Windorf und dem Partnerverein aus Neußerling in besondere Weise an die Kameraden gedacht, die in den vergangenen 25 Jahren von uns gegangen sind. Nach dem Verlesen der Namen wurden Kerzen angezündet, zudem waren alle Sterbbilder in einem Rahmen gezeigt worden. Anschließend wurden nach den Grußworten der Ehrengäste Landrat Raimund Kneidinger, Kreisbrandrat Josef Ascher und unseres Schirmherrn Franz Langer insgesamt 14 langjährige Mitglieder mit Urkunde und Erinnerungskrügerl geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurden fünf Aktive für ihr besonderes Engagement in den vergangen Jahren. Musikalisch würdig umrahmt wurde Sichernder Kameradschaftsabend von der Musikkapelle Neusserling, die mit einem ganzen Bus angereist sind.

Der eigentliche Höhepunkt stand dann am Sonntag an, der Große Jubiläumstag mit Segnung der Festbänder und der restaurierten Fahne von 1974. Bei strömenden Regen reisten wir mit dem Bus gegen 06:30 Uhr nach Kading und holten unsere Fahnenmutter Helga Fisch sowie die Festdamen ein. Anschließend fuhren wir zurück zum Kindergarten und marschierten gemeinsam mit unserem Schirmherrn Franz Langer ins Festzelt. Bei der Einholung der über 50 Vereine stellte sich keine Verbesserung der Wetterlage ein, somit musste man auf „Plan B“ zurückgreifen und den am Schulhof geplanten Gottesdienst im Festzelt abhalten. Pfarrer Jojappa Tulimelli und die aus unserer Pfarrgemeinde stammenden Godehardt Wallner und Domprobst i.R. Hans Striedl zelebrierten eine festliche Messe, welche die ca. 1.200 Gäste anwesenden Gäste mit großer Disziplin verfolgten. Nach der Fahne wurden noch die Fahnenbänder geweiht und von den Festdamen Sophia Mader, Elena Wagner, Melina Heindl, Isabella Lüftl, Theresa Maier und der Fahnenmutter an die restaurierte Fahne geheftet.

Und dann ging alles sehr schnell. Der Regen hatte eine Pause gemacht und unser Vorstand Robert Stadler rief zum Festzug auf. In Minutenschnelle stand der vororganisierte Aufstellungsplan und vier Festzüge setzen sich – zur Freude zahlreicher Besucher - Richtung Ortsmitte in Bewegung. Angeführt von unserem ersten Kommandanten Christian Hauzenberger folgten unsere Wehr sowie die Patenfeuerwehr Windorf und Partnerfeuerwehr Neußerling sowie 40 Feuerwehren, 15 Vereinsabordnungen, 4 Musikkapellen und viele Ehrengäste. Auf verkürzter Strecke kam man so gerade rechtzeitig vor dem nächsten Regenschauer wieder zurück am Festplatz an. Nach den Grußworten erhielten wir von den Windorfern als Geschenk eine Holzbank überreicht. Gemeinsam mit der Festkapelle „Brassatas“ feierten wir bis in die späten Abendstunden ein unvergessliches Fest und genossen mit unseren Freunden Stunden voller Kameradschaft, Freude und Stolz auf das Erreichte

Den weit über 100 am Fest beteiligten Helferinnen und Helfer dankte man mit einer „Helferparty“ am 12. Juli bei uns im Feuerwehrhaus.

Abschließend blicken wir trotz des schlechten Wetters auf ein unvergessliches Gründungsfest zurück, das ohne die tatkräftige Mithilfe unserer Mitglieder sowie zahlreicher weiterer Unterstützer nicht möglich gewesen wäre. Am 04. Juni 2024 rief die Stadt Passau aufgrund der Hochwasserlage den Katastrophenfall aus, und bereits am 06. Juni 2024 – nur einen Tag nachdem der Abbau abgeschlossen war – wurden wir nach Passau sowie in unseren eigenen Gemeindebereich zu Aufräumarbeiten alarmiert.